Stimmstörungen (bei Kindern)

Zu Beginn der kindlichen Stimmentwicklung benutzen die Säuglinge ihre Stimme intuitiv und bereits zum Ende des ersten Lebensjahres haben sie die Möglichkeit, ihre Stimmlagen so zu verändern, dass sie damit ihre Gemütszustände ausdrücken können. Beim Stimmwechsel in der Pubertät kommt es dann durch das schnelle Wachstum des Kehlkopfes zu erheblichen, natürlichen Veränderungen der Kinderstimme.

Sowohl im Kindergartenalter als auch während der Schulzeit kann es zu organischen oder funktionellen Störungen der Stimme kommen.

Die Stimmgebung ist ein komplexes Zusammenspiel von Atmung, Körperspannung und Tongebung und abhängig von äußeren Einflüssen und dem psychischen Befinden.

Durch angestrengtes und lautes Sprechen entsteht eine Rötung der Stimmbänder, die die Kinderstimme heiser und belegt klingen lässt. Hält dies Belastung längerfristig an, können sie auch sog. Stimm-bzw. Schreiknötchen auf den Stimmbändern bilden. Nach ärztliche Verordnung sollte dann in der logopädischen Stimmtherapie versucht werden, dem Kind Wege aufzuzeigen, seine Stimme wieder entspannter und gesünder zu benutzen, damit die organischen Befunde zurückgehen bzw. nicht wieder entstehen.